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zukunftswind

zukunftswind, traumpfade, frühling, gedanken, träume, freiheit, geben und nehmen, das leben, lyrik, grafik, floral,

auf traumpfaden
unterm frühlingsmond
gehe ich
verstaubte jahre liegen
hinter mir
zukunftswind weht mir
ins gesicht
regenrinnsal bedeckt
mein gesicht

meine blicke nach vorne
gerichtet
jeder schritt ein herzschlag
gedanken pochen
hinter den schläfen
träumen sich
in die freiheit gibt es
nie umsonst

ich habe genommen
und immer wieder gegeben—
geben müssen.


©Sella Moll /2019
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Lyrische Haftnotizen: suchen, finden




du suchst und findest nicht / du hast gefunden und hast gar nicht gesucht; nur danach suchen, was für dich zu finden ist, oder es findet dich, was du nicht zu suchen brauchst. ©Sella Moll

laute stunden, laute rufe

laute stunden laute rufe, demonstration, protest, menschenmenge, veränderung, erneuerung, politik, lyrik, foto

die stunden heute
sind laut
noch lauter die rufe
nach erneuerung der zeit
über nacht verschwindet
alles, was die monate
zuletzt mit empörung
gefüllt hat

alles neu macht der mai
es ist ein klischee, aber
manchmal doch zum lachen,
wie wahr es sein kann ...


©Sella Moll /2019
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wir suchen mehr


wir suchen
mehr als das,
was da ist nie
genug von allem,
was wir haben nur das,
was uns nicht reicht die lebenszeit
für alles oder bleibt
so vieles nur ein traum

das leben ist zu kurz für all das,
was wir uns erträumen
und zu lange für das,
was wir nicht träumten,
aber bekommen ...


©Sella Moll /2019
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alte muster

alte muster fallenlassen, alte gewohnheiten aufgeben, sich ändern, neubeginn, veränderung, lyrik, bild, foto, winter, bäume, schnee, landschaft, natur

alte muster fallengelassen
der schnee darüber wächst
darunter liegen die jahre begraben
die alten muster in ihren armen

der schnee der zeiten
raubt ihnen den atem
die alten muster
entschlafen sanft

jeder frühling ist ein neubeginn
aber die alten muster
blühen nicht mehr auf
sie wurden zu staub
vor jahren
durch viele winter
erfroren am kalten boden
wo sie damals fallengelassen ...


©Sella Moll /2019
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auf verschlungenen wegen

auf verschlungenen wegen, wege des lebens, an einem strang ziehen, die welt ist keine einheit, alleinsein, jeder gegen jeden, unruhe, unsicherheit, chaos, die hoffnung stirbt zuletzt, die welt gerät aus den fugen, lyrik, foto, natur, berge, mann, wandern,
das leben wandelt sich
wie die zeit sich wandelt
über dem leben
auf verschlungenen wegen

alleine aber nicht einsam
ist man überall
am rande stehend
und denkend
anders als man es
von anderen kennt die welt
keine einheit

jeder zieht an einem
strang, der mit keinem
verbunden ist
lose schlängeln sie
auf den wegen
jeder kriegt einen
zu fassen und hält ihn fest

und doch springt
der zug des lebens
aus den gleisen,
die welt gerät aus den fugen
und die hoffnung
stirbt zuletzt.


©Sella Moll /2019
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wenn wir fallen

wenn wir fallen, abgrund, schwermut, phasen des lebens, traurigkeit, stimmungen, bedrückung, dunkelheit, das licht finden, kraft und mut finden, sich selbst retten, verzweiflung, gedankenlyrik, foto, berge, himmel, natur,
wer rettet uns
wenn wir
in das tiefe dunkel
des abgrunds fallen
wer reicht uns die hand
wer zieht uns hoch
und vertreibt die
schweren gedanken
löscht trübe gefühle

wer schickt uns neuen,
kraftvollen atem
in die lungen
schenkt uns mut
damit das licht von oben
näher kommt
und die sonnenstrahlen
zuversicht in die adern
pumpen

das wer ist in uns
wie die kraft und der mut
wenn wir sie finden,
sind wir gerettet
wir retten uns selbst.


©Sella Moll /2019
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das nicht immerleichte

das nicht immerleichte, die seele sucht das schwere die herausforderung, mut, entschlossenheit, de seele will reifen wachsen, das leben zieht seine kreise, in den abgrund fallen, dunkelheit, angst, phasen des lebens, auf und ab, berge, wanderung, frau, mann, himmel, wolken, blau, foto, lyrik, gedankenlyrik
es ist nichts schwer,
wenn das leben
seine kreise zieht
leicht, ohne sorgen
und last
damit das herz lacht

die seele aber sucht
das schwere,
das nicht immerleichte

reifen, wachsen
will die seele,
die dunkle tiefe
erforschen
damit sie den himmel
berühren kann ...


©Sella Moll /2019
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fühlbar anders

fühlbar anders, veränderungen, das leben, gefühle, empfindung, gedanken, worte, zukunft, vergangenheit, etwas neues kommt, vergessen was nicht zu ändern ist, der letzte atemzug, den weg weitergehen, nach vorne schauen, nicht zurückblicken, lyrik, foto, zaun, gitter, turnschuhe, frühling, blumen, gedankenlyrik,
jeder neue tag birgt
eine kleine veränderung
unbemerkbar oder sichtbar
etwas wird fühlbar anders
empfindungen, gedanken, worte ...

gestern noch in den höhen
heute in die tiefe fallen gelassen
alles keiner worte mehr wert
freundliche gesten verwelkt
das lächeln verblasst
nur die zeit fließt weiter

der zeit ist alles egal
sie nimmt, was sie gebracht
der frühling blüht weiter
auch ohne die kleinen,
täglichen freuden

aber der weg ist noch lang
vielleicht auch länger
man geht weiter und
blickt nach vorne
alles, was hinten liegt,
ist nun geschichte

das neue wird nur vorne geboren
das, was hinten liegt,
ist zum sterben verurteilt
ruft nach vergessen
ist nicht zu ändern

es ist die mühe nicht wert,
es wiederzubeleben
die luft ist verbraucht
der letzte atemzug ausgehaucht,
vom staub der vergangenheit
bedeckt ...


©Sella Moll /2019

Photo by Nguyễn Yến on Unsplash
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lichtloses labyrinth

zwischen traum und realität
klafft ein tiefer graben
für die brücke findet man
keinen stein, auch kein holz

im traum ist es hell
die realität ist grau
im graben knistert das dunkel
als tummelten sich giftige
schlangen in seinem rachen

wer da hineinfällt
kommt nicht mehr raus
ich bleibe lieber im traum
und lasse die Zeit
das grau vor mir schieben
die realität bleibt wie sie ist
ein lichtloses labyrinth ...


©Sella Moll /2019
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im getriebe der zeit

im getriebe der zeit, vergänglichkeit, das leben, das meer, wellen, glück, leid, menschen, wir sind nur ein sandkorn im getriebe, keine spuren hinterlassen, gedankenlyrik, foto, natur, strand,
... wir sind nur ein sandkorn
in dem großen getriebe der zeit
wir kommen und vergehen,
werden von der zeit
zermalmt

das leben gönnt uns
ein paar schöne,
wertvolle augenblicke,
auch leid und traurigkeit,
und am ende landen wir
als sandkorn in den
unendlichen fluten
des meeres

unter wellen begraben,
als wären wir nie hier gewesen
unsere spuren verweht der wind ...


©Sella Moll /2019
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das bodenlose

das bodenlose, das leben, rätsel, geheimnisse der existenz, erfahrungen, gedanken, lyrik, foto
im fliegen
ist das bodenlose weit
zwischen raum und zeit
oder außerhalb des greifbaren
das, was man nicht begreift
und nicht erklären kann

es ist das leben
es ist ein wort
mit tausend gedanken
in seinem schoß
tausend fragen
in den buchstaben
eingewebt
ohne dass man sie
von dem wort
trennen kann

das leben
gedanken
fragen
keine antworten
alles erfahren
selbst erforschen
muss man
das bodenlose
zwischen raum und zeit
oder außerhalb,
das man noch nicht kennt
es bleibt immer noch
ein rätsel.


©Sella Moll /2019
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das kleine glück

das kleine glück, die welt, jahreszeiten, sommer, herbst, winter, natur, menschen jagen nach liebe und glück, große träume, das leben, sehnsucht, lyrik, foto, blumen, frühling, gänseblümchen, daisy

buntblühender frühling
heißroter sommer
rostbraunmilder herbst
gnädigweißer winter

ein jahr voller farben
herzgefühle und
seelensehnsucht
immer nach liebe,
nach glück

wie ahnungslos
die welt ist
von großen träumen
angetrieben
doch wie groß
das kleine glück
sein kann!

viele sehen und
bemerken es nicht ...


©Sella Moll /2019
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das leben wird zu staub

das leben wird zu staub, vergänglichkeit, herzen, schwermut, das leben wegwerfen, lyrik, foto, gedankenlyrik
die herzen umweht vom staub
sie liegen ungehört, erschöpft
kein ton, keine klagen
aus der brust

es muss gehen
und bleiben muss es
solange es nicht gehen muss
das verlangt das leben

wer sagt,
dass es bleiben muss?

niemand, und man wirft es weg.
das leben wird zu staub.


©Sella Moll /2019
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manche tage

manche tage, schwermut, die zeit, das leben, stille, vergänglichkeit, gedankenlyri, foto, die nacht,
manche tage sind
nicht zu deuten
sie brechen an
vertreiben die nacht
mit ihr die schlaflose
schwere

dann laufen die stunden,
sie rennen
manche bleiben zurück
schreiten nur langsam weiter
während sie vergehen
weilt man in der stille
in eintönigkeit eingehüllt


und wenn die nacht
auf unsere städte herabsinkt
schließt der tag seine augen
für immer.

dieser tag kommt nie mehr wieder.


©Sella Moll /2019
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