unsere schritte im leben
fallen so leise
dass nicht mal die zeit
sie hören kann
unsere spuren so unsichtbar
dass nicht mal der wind sie
vom staub des vergessens
befreien kann—
waren wir wirklich hier,
lebten und liebten
wie millionen vor uns,
die heute nicht mehr
als nur ein gedanke,
ein erinnerungsfetzen
sind ...?
©Sella Moll /2019
WortSehnsucht - Sehnsucht nach Worten. Schreibpassion und Wortmalerei. Lyrik | Kurzprosa | Gedanken von Sella Moll. In Zeiten von Kurznachrichten, Smileys und GIFs: Ohne Worte verstummt die Welt, obwohl sie uns immer lauter erscheint.
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vaterverlassen
vaterverlassen
die jahre auf den
zukunftspfaden
ohne den immer sorgenden
beschützer weiter gegangen
unnütz verhallten
seine ängste
über und neben mir
sie ließen ihn erst los
als die tür der zukunft
vor ihm,
unbemerkt im schlaf
ins schloss fiel
und die gegenwart (damals)
zum atmen aufgehört hat.
©Sella Moll /2019
.
fühlbar anders
jeder neue tag birgt
eine kleine veränderung
unbemerkbar oder sichtbar
etwas wird fühlbar anders
empfindungen, gedanken, worte ...
gestern noch in den höhen
heute in die tiefe fallen gelassen
alles keiner worte mehr wert
freundliche gesten verwelkt
das lächeln verblasst
nur die zeit fließt weiter
der zeit ist alles egal
sie nimmt, was sie gebracht
der frühling blüht weiter
auch ohne die kleinen,
täglichen freuden
aber der weg ist noch lang
vielleicht auch länger
man geht weiter und
blickt nach vorne
alles, was hinten liegt,
ist nun geschichte
das neue wird nur vorne geboren
das, was hinten liegt,
ist zum sterben verurteilt
ruft nach vergessen
ist nicht zu ändern
es ist die mühe nicht wert,
es wiederzubeleben
die luft ist verbraucht
der letzte atemzug ausgehaucht,
vom staub der vergangenheit
bedeckt ...
©Sella Moll /2019
eine kleine veränderung
unbemerkbar oder sichtbar
etwas wird fühlbar anders
empfindungen, gedanken, worte ...
gestern noch in den höhen
heute in die tiefe fallen gelassen
alles keiner worte mehr wert
freundliche gesten verwelkt
das lächeln verblasst
nur die zeit fließt weiter
der zeit ist alles egal
sie nimmt, was sie gebracht
der frühling blüht weiter
auch ohne die kleinen,
täglichen freuden
aber der weg ist noch lang
vielleicht auch länger
man geht weiter und
blickt nach vorne
alles, was hinten liegt,
ist nun geschichte
das neue wird nur vorne geboren
das, was hinten liegt,
ist zum sterben verurteilt
ruft nach vergessen
ist nicht zu ändern
es ist die mühe nicht wert,
es wiederzubeleben
die luft ist verbraucht
der letzte atemzug ausgehaucht,
vom staub der vergangenheit
bedeckt ...
©Sella Moll /2019
im getriebe der zeit
... wir sind nur ein sandkorn
in dem großen getriebe der zeit
wir kommen und vergehen,
werden von der zeit
zermalmt
das leben gönnt uns
ein paar schöne,
wertvolle augenblicke,
auch leid und traurigkeit,
und am ende landen wir
als sandkorn in den
unendlichen fluten
des meeres
unter wellen begraben,
als wären wir nie hier gewesen
unsere spuren verweht der wind ...
©Sella Moll /2019
.
in dem großen getriebe der zeit
wir kommen und vergehen,
werden von der zeit
zermalmt
das leben gönnt uns
ein paar schöne,
wertvolle augenblicke,
auch leid und traurigkeit,
und am ende landen wir
als sandkorn in den
unendlichen fluten
des meeres
unter wellen begraben,
als wären wir nie hier gewesen
unsere spuren verweht der wind ...
©Sella Moll /2019
.
das bodenlose
im fliegen
ist das bodenlose weit
zwischen raum und zeit
oder außerhalb des greifbaren
das, was man nicht begreift
und nicht erklären kann
es ist das leben
es ist ein wort
mit tausend gedanken
in seinem schoß
tausend fragen
in den buchstaben
eingewebt
ohne dass man sie
von dem wort
trennen kann
das leben
gedanken
fragen
keine antworten
alles erfahren
selbst erforschen
muss man
das bodenlose
zwischen raum und zeit
oder außerhalb,
das man noch nicht kennt
es bleibt immer noch
ein rätsel.
©Sella Moll /2019
.
ist das bodenlose weit
zwischen raum und zeit
oder außerhalb des greifbaren
das, was man nicht begreift
und nicht erklären kann
es ist das leben
es ist ein wort
mit tausend gedanken
in seinem schoß
tausend fragen
in den buchstaben
eingewebt
ohne dass man sie
von dem wort
trennen kann
das leben
gedanken
fragen
keine antworten
alles erfahren
selbst erforschen
muss man
das bodenlose
zwischen raum und zeit
oder außerhalb,
das man noch nicht kennt
es bleibt immer noch
ein rätsel.
©Sella Moll /2019
.
die jahre mit dir
die jahre mit dir
sind in einem blassgrünen
wortramen eingefasst
so viele frühlingsgedichte
machten die jahre duftend!
für jede neue blüte ein vers
für jede frühlingsbrise ein reim
für jeden heimgekehrten vogel
ein freudiges seelenzittern
für jeden kuss in der frühlingsnacht
ein gedicht voll liebe
wo ist diese zeit nur ...
sie kommt nicht mehr wieder ...
©Sella Moll /2019
.
das leben wird zu staub
die herzen umweht vom staub
sie liegen ungehört, erschöpft
kein ton, keine klagen
aus der brust
es muss gehen
und bleiben muss es
solange es nicht gehen muss
das verlangt das leben
wer sagt,
dass es bleiben muss?
niemand, und man wirft es weg.
das leben wird zu staub.
©Sella Moll /2019
.
sie liegen ungehört, erschöpft
kein ton, keine klagen
aus der brust
es muss gehen
und bleiben muss es
solange es nicht gehen muss
das verlangt das leben
wer sagt,
dass es bleiben muss?
niemand, und man wirft es weg.
das leben wird zu staub.
©Sella Moll /2019
.
manche tage
manche tage sind
nicht zu deuten
sie brechen an
vertreiben die nacht
mit ihr die schlaflose
schwere
dann laufen die stunden,
sie rennen
manche bleiben zurück
schreiten nur langsam weiter
während sie vergehen
weilt man in der stille
in eintönigkeit eingehüllt
und wenn die nacht
auf unsere städte herabsinkt
schließt der tag seine augen
für immer.
dieser tag kommt nie mehr wieder.
©Sella Moll /2019
.
nicht zu deuten
sie brechen an
vertreiben die nacht
mit ihr die schlaflose
schwere
dann laufen die stunden,
sie rennen
manche bleiben zurück
schreiten nur langsam weiter
während sie vergehen
weilt man in der stille
in eintönigkeit eingehüllt
und wenn die nacht
auf unsere städte herabsinkt
schließt der tag seine augen
für immer.
dieser tag kommt nie mehr wieder.
©Sella Moll /2019
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