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der frühling muss auch ins herz hinein


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der frühling da draußen muss auch ins herz hinein kommen er muss das dunkel der wintereinsamkeit verdrängen die inneren schotten wieder öffnen den schweren, dunklen samtvorhang vor der seele lüften den traurigen blick aus den augen verbannen das schweigen von den lippen herunterreißen wie das pflaster von der geheilten wunde er muss die trägheit des körpers im wald neben dem toten winter unter der erde begraben.

leicht ist der frühling da draußen, luftig voller düfte und farben wärme und freude, liebe und küsse — das alles muss in das herz hinein damit der frühling nicht nur draußen blüht sondern auch im inneren. lass das frühlingslicht leuchten im tiefen dunkel deines selbst ...


Foto & Text ©Sella Moll


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wenn wir fallen

wenn wir fallen, abgrund, schwermut, phasen des lebens, traurigkeit, stimmungen, bedrückung, dunkelheit, das licht finden, kraft und mut finden, sich selbst retten, verzweiflung, gedankenlyrik, foto, berge, himmel, natur,
wer rettet uns
wenn wir
in das tiefe dunkel
des abgrunds fallen
wer reicht uns die hand
wer zieht uns hoch
und vertreibt die
schweren gedanken
löscht trübe gefühle

wer schickt uns neuen,
kraftvollen atem
in die lungen
schenkt uns mut
damit das licht von oben
näher kommt
und die sonnenstrahlen
zuversicht in die adern
pumpen

das wer ist in uns
wie die kraft und der mut
wenn wir sie finden,
sind wir gerettet
wir retten uns selbst.


©Sella Moll /2019
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wir sind mehr als wir sind

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wir sind mehr als wir sind, unser atem, unsere blicke, unsere gesten, das lächeln, die angst, die wut und die worte, die wir sprechen, unsere gedanken, die wir verschweigen, unsere taten, die mutig oder einfach bloß ein fehler waren, wir sind mehr, als wir es je zeigen können. denn das, was das mehr ausmacht, liegt tiefer, im dunklen meer der seele, dort keimt es und versucht zu blühen, das licht der welt, des lebens zu erhaschen, damit wir endlich wissen, wer wir wirkich sind. es ist das gute, ja, auch die liebe, die es so schwer haben, das dunkel durchzubrechen; zu mächtig sind die ängste, das mißtrauen, das fehlende vertrauen, zu viele enttäuschungen liegen wie skelette aus vergangenen zeiten im weg, mit staub bedeckt aber unvergessen, umsonst macht man sich die mühe, sie zu verdrängen. das gute, die liebe, sie möchten da sein, ein teil von uns sein, man vermisst sie, wenn sie es nicht schaffen, die hürden im inneren zu überwinden. sie brauchen hilfe und guten willen, damit sie unser dasein lebendiger machen können.


©Sella Moll /2019
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frühlingsworte

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frühlingsworte
so viel wie sand am meer
sie fallen mit dem
ersten frühlingsregen
vom himmel
aber sickern nicht
in den boden
wie regentropfen

sie legen sich auf die gräser
auf wege und felder
wie tau

schimmern im
licht der frühlingssonne
wie das blau deiner augen
am Morgen, wenn du
aus deinen träumen
erwachst ...


©Sella Moll /2019
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lichtloses labyrinth

zwischen traum und realität
klafft ein tiefer graben
für die brücke findet man
keinen stein, auch kein holz

im traum ist es hell
die realität ist grau
im graben knistert das dunkel
als tummelten sich giftige
schlangen in seinem rachen

wer da hineinfällt
kommt nicht mehr raus
ich bleibe lieber im traum
und lasse die Zeit
das grau vor mir schieben
die realität bleibt wie sie ist
ein lichtloses labyrinth ...


©Sella Moll /2019
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