wenn die kälte zwischen uns
die gefühle gefrieren lässt
wenn das schweigen
zwischen uns die worte
verstummen lässt
dann sind die tage
farblos unter grauen wolken
und die nacht dunkel
wie der tiefste abgrund
der himmel leergefegt—
die sterne leuchten
nicht mehr für uns
sie flüchten mit ihrem glanz,
wo gefühle noch warm
und worte lebendig sind,
auf weichen kissen
der liebe gebettet ...
©Sella Moll /2019
WortSehnsucht - Sehnsucht nach Worten. Schreibpassion und Wortmalerei. Lyrik | Kurzprosa | Gedanken von Sella Moll. In Zeiten von Kurznachrichten, Smileys und GIFs: Ohne Worte verstummt die Welt, obwohl sie uns immer lauter erscheint.
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der frühling muss auch ins herz hinein
der frühling da draußen muss auch ins herz hinein kommen er muss das dunkel der wintereinsamkeit verdrängen die inneren schotten wieder öffnen den schweren, dunklen samtvorhang vor der seele lüften den traurigen blick aus den augen verbannen das schweigen von den lippen herunterreißen wie das pflaster von der geheilten wunde er muss die trägheit des körpers im wald neben dem toten winter unter der erde begraben.
leicht ist der frühling da draußen, luftig voller düfte und farben wärme und freude, liebe und küsse — das alles muss in das herz hinein damit der frühling nicht nur draußen blüht sondern auch im inneren. lass das frühlingslicht leuchten im tiefen dunkel deines selbst ...
Foto & Text ©Sella Moll
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lichtloses labyrinth
zwischen traum und realität
klafft ein tiefer graben
für die brücke findet man
keinen stein, auch kein holz
im traum ist es hell
die realität ist grau
im graben knistert das dunkel
als tummelten sich giftige
schlangen in seinem rachen
wer da hineinfällt
kommt nicht mehr raus
ich bleibe lieber im traum
und lasse die Zeit
das grau vor mir schieben
die realität bleibt wie sie ist
ein lichtloses labyrinth ...
©Sella Moll /2019
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klafft ein tiefer graben
für die brücke findet man
keinen stein, auch kein holz
im traum ist es hell
die realität ist grau
im graben knistert das dunkel
als tummelten sich giftige
schlangen in seinem rachen
wer da hineinfällt
kommt nicht mehr raus
ich bleibe lieber im traum
und lasse die Zeit
das grau vor mir schieben
die realität bleibt wie sie ist
ein lichtloses labyrinth ...
©Sella Moll /2019
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